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Dr. Detlef Eichberg
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Apotheke Lützelbach


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Dr. Detlef Eichberg, geb. 31.01.1953, Apothekenleiter vor Ort seit 40 Jahren.

Apotheke Lützelbach
Nelkenstraße 1
64750 Lützelbach

Tel.: 06165-3772 oder 3906
E-Mail kontakt@detti-lama-apolue.de

Öffnungszeiten Mo-Fr. 8.00 - 12.00 und 14.00 - 18.00, Sa. 8.00 - 12.00


Schöne neue Virtuell-Welt

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Bild: Pixabay, Monoar Rahman Rony
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Auch für ehemalige IT-Phobiker wie mich ist ein Tag ohne Computer mittlerweile langweilig. Wenn das Teil mal abgestürzt ist oder sich anderweitig verabschiedet hat, bricht fast die Welt zusammen: keine E-Mails, kein Google, kein Facebook, kein Youtube, keine Computerspiele, kein Einblick in Geschäftsvorgänge – um nur mal einen Ausschnitt der viel umfangreicheren Betätigungsfelder an einem PC aufzuzeigen. Immerhin macht uns die Zwangs-Abstinenz bewusst, wie abhängig wir von der virtuellen Welt geworden sind.

Suchttherapeuten haben im Hinblick auf Internetabhängigkeit Hochkonjunktur. Bereits im zarten Grundschulalter schaffen es die Zwerge Computer-spielend mehrere Stunden am Tag ihrer Seele, ihrer Konzentrationsfähigkeit und körperlichen Gesundheit zu schaden.

Die Auswirkungen im sozialen Umfeld erscheinen mir sogar noch gravierender: Kaum wahrnehmbar schleicht sich eine Entfremdung zu sich selbst und der Außenwelt durch die Hintertür ins Leben. Dann wird ein normaler Tagesablauf mit Fußball spielen und Hobbys in der Umsetzung zusehends schwierig. Obendrein gibt es jetzt tatsächlich auch noch den Ruf der Politik nach Virtualität im Gesundheits-Bereich. Der Onkel Doktor erscheint dann auf einem Bildschirm und chattet mit Ihnen Ihre Symptome durch. Nachfolgend ermittelt er via Body-Scan Schieflagen in Ihrer Hardware, von denen Sie vorher noch gar nichts gewusst hatten. In einiger Zeit könnte es dann einen Arzneimittel-Automaten neben der automatischen Geld-Ausgabe einer Bank geben, der nach Eingabe des vom Tele-Tubbi-Doc übermittelten Codes dann die Medikation kommentarlos ausspuckt.

Jüngere Patienten werden dies Prozedere einer virtuellen Medizin vielleicht größtenteils „geil“ finden. Solcherlei Entfremdung von einer am Heil des Menschen orientierten Medizin wird indes meiner Meinung nach gerade die U-30-Generation benachteiligen, deren Zugehörige einem gesundheitlich vorbeugenden Coaching von Angesicht zu Angesicht – eben einer empathischen Gesundheitsbegleitung – am meisten bedürfen.

Schwindel

Schwindel
Bild: Pixabay, kalhh
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Die Definition des klinischen Schwindels könnte auch auf Situationen vor und nach politischen Wahlen übertragen werden: „Eine unangenehme Störung der Orientierung oder fälschliche Wahrnehmung einer Bewegungsrichtung.“ In der Situation nach den Wahlen ersetzt dann operative Hektik die geistige Windstille...Schwindel zählt nach Kopfschmerzen zu den häufigsten Befindlichkeits-Störungen. Der prozentuale Anteil steigt mit zunehmendem Alter: bei Hochbetagten über 80 Jahre leiden gut 40 Prozent an arteriosklerotisch bedingtem Schwindel. Bezüglich der einzelnen Formen des Schwindels unterscheidet man zwischen Drehschwindel (Karussellfahren), Schwankschwindel (Bootfahren) oder Benommenheitsschwindel (Matschebirne, z. B. Überdosierung von Beruhigungsmitteln).

Zur symptomatischen Therapie werden Scopolamin-Pflaster, Sulpirid (Psychopharmakon mit ausgleichender Wirkung auf Schwindelphänomene), Kortison (bei Entzündung bedingtem Schwindel) oder Betablocker (bei Migräne-Schwindel) eingesetzt. Bei alledem sollte nach der Ursache geforscht und dann durch operative Eingriffe, Physiotherapie, Akupunktur oder psychologische Interventionen eine Grundbehandlung durchgeführt werden.

Hier noch ein interessanter und verblüffend simpler Therapieansatz: Durch eine Verlagerung beweglicher Oxalat-Kristalle im Labyrinth des Innenohrs kann es zu heftigen Schwindelattacken kommen. Durch eine schnelle Kopfdrehung und Seitwärts-Lagerung des Patienten kann der Therapeut in besagtem Fall die Kristalle sozusagen wieder in ihre richtige Position „schubsen“. Bei Störungen im Bereich des Gleichgewichtsorgans werden die Patienten auf Platten gestellt, die sich unkoordiniert bewegen. Durch die labilen Positionsänderungen kann der Vestibulapparat jetzt üben und gegensteuern. Somit wird das Gleichgewichtsorgan trainiert, damit es bei unkontrollierten Bewegungen richtig reagiert. Ein weiteres Phänomen ist der „Phobische Schwank-Schwindel“: Aufgrund unbewusster Ängste oder nicht verarbeiteter psychischer Probleme (Scheidung, Arbeitsplatzverlust) fühlen sich die Betroffenen außerhalb ihrer vier Wände unwohl und verlieren in der Fußgängerzone oder bei größeren Menschenansammlungen regelrecht den Boden unter den Füßen. Hier kann verhaltenstherapeutisch geholfen werden.

Abschließend sollen begleitende Therapie-Ansätze aus Naturheilkunde und Homöopathie nicht unerwähnt bleiben, wie da wären Ginkgo für die Durchblutung, Cocculus, Ambra, Conium und Petroleum in homöopathischen Potenzen, ätherische Öle (Pfefferminz-, Rosmarinöl), Bachblüten, Yoga, und andere Entspannungstechniken.

Mein persönliches Vorbild: Bruder David Steindl-Rast

Pater David Steindl-Rast
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Wissen

Wissen
Bild: Pixabay, Izoca

(Von Dr. Detlef Eichberg)

An meinem altehrwürdigen Gymnasium in Gross-Gerau prangte über dem Haupteingang der Schriftzug „Wissen ist Macht“. Das Gebäude stammte noch aus der Zeit des vorvorigen Jahrhunderts und mich hatte bereits damals als Halbwüchsiger verwundert, dass das an Schulen vermittelte Wissen keine Macht gehabt hatte, Kriege und andere schlimme Entwicklungen in Deutschland und in der Welt zu verhindern.

Indes ist es nunmehr nicht mein Anliegen, die Relation von Wissen und Macht zu analysieren. Ich möchte vielmehr das Wissen als intellektuelles Besitztum, das dem Menschen Tür und Tor zu Sinnerfüllung und Glückseligkeit öffnen soll, ein wenig in Frage stellen. Dabei sei an dieser Stelle ganz klar erwähnt, dass diese meine Gedankengänge nicht für Leser im schulpflichtigen Alter geeignet sind.

Ohne Wissen können wir nicht überleben. Auch kann Wissen Leid abwenden, sofern wir zum Beispiel um die Fehler in der Menschheitsgeschichte wissen und daraus lernen (könnten). Mein Anliegen besteht darin, zu bedenken zu geben, dass ein rein rationales Wissen uns keine Antwort auf unser Leben und dem darin versteckten Sinn im Unsinn geben wird.

Eine der wenigen Erkenntnisse, deren ich ganz sicher sein kann, ist die Erfahrung, dass ich immer „dümmer“ geworden bin, je mehr ich den Dingen auf den Grund gehen wollte. Ich habe sechs Jahre naturwissenschaftlich geforscht und dabei auch einige Türchen öffnen dürfen. Nur - es war immer wieder noch eines dahinter. Das haben viele der ganz großen Physiker, Mathematiker, Biologen, Dichter und Komponisten in fast schockierender Eindeutigkeit erfahren: „Je mehr ich weiß, umso mehr weiß ich, dass ich nichts weiß.“ Das soll andererseits nicht heißen, dass die Betreffenden nicht einen Ansatz von Ahnung hatten, was die Wirklichkeit angeht.

Die moderne Forschung beweist jedoch zunehmend, dass das, was wir als Realität wahrnehmen, nicht hundert Prozent der absoluten Wirklichkeit entspricht. Ich möchte das nicht weiter anhand der Relativitätstheorie, Quanten-Physik und Erforschung von Parallel-Welten konkretisieren. Aber es sind weiß Gott keine Spinner, die aufgrund ihrer Forschungsergebnisse behaupten, dass die Welt nicht rational, sondern trans-rational, wenn wir so wollen sogar irrational organisiert ist. Der Physiker Max Planck bekannte in seiner Rede anlässlich des an ihn verliehenen Nobelpreises: „Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte. Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms: Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

Ich leite da jetzt mal ein persönliches Fazit ab: Es ist zweifelsohne von Vorteil, einen Personalausweis zu besitzen, in dem steht, wie ich heiße, wann ich geboren wurde und wie alt ich bin. Dahinter steht aber die spannende Frage: Weiß ich, wer ich wirklich bin?

Brauchbare und glückliche Bürger mit Hilfe der Volksdroge

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Fortschritt und Egoismus

Fortschritt und Egoismus
Bild: Pixabay, Heiko Stein
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Das, was wir Menschen unter „Fortschritt“ verstehen, war vor 100 bis 150 Jahren noch mit einem euphorischen Glauben an das Positive, wie z. B. Erleichterungen durch fantastische Erfindungen in der Technik, Wohlstand durch Industrialisierung und Verbesserung der sozialen Leistungen des Staates assoziiert. Erstellt man heutzutage eine Inventur, was die Vorteile des Fortschritts anbelangt, so kann man in vielen Bereichen behaupten, dass ein egozentrischer Missbrauch und die fatale Gläubigkeit an einen grenzenlos wirtschaftlichen Fortschritt dazu geführt hat, dass der Mensch sich in gefährliche Bereiche begibt, wenn man sich die Ressourcen an nicht erneuerbare Energie, Umweltverschmutzung und vor allem Verteilung des Wohlstandes vor Augen hält.

Nicht nur unser einzigartig schöner „blauer Planet“ wird zusehends bis auf die höchsten Berge und tiefsten Tiefen des Meeres verdreckt und ausgebeutet, so als ob das Biblische „Macht Euch die Erde Untertan“ dahingehend missinterpretiert würde „Von Erhalten hat Gott nix gesagt“. Wir machen mittlerweile sogar schon das Weltall zur Müllkippe durch den Abfall unseres „Fortschritts“ in der Raumfahrt und Unmengen an Satellitenschrott. Sicher: zahlreiche Mahner deuten mittlerweile auf obige Missstände hin, machen mobil mit Petitionen und Aktionen – jedoch mit welchem Erfolg? Die Lobby der Großkonzerne scheint sich hinter unserem Rücken lustig zu machen. Eine fast schon pervertierte Einstellung gegenüber dem Gemeinwohl lässt die Steuerhinterzieher angesichts der auseinander klaffenden Sozial-Schere triumphieren.

Mir scheint, dass die früher auf einzelne Kulturkreise begrenzte Dekadenz ein globales Ausmaß erreicht hat. Klimaveränderung, Altersarmut, schleichende Selbstvergiftung mit denaturierter Nahrung und vieles mehr lassen dunkle Wolken am Zukunftshorizont aufkommen.

Nun möchte ich nicht in das jammernde Muster des „Früher war alles besser“ verfallen. Aber die Beobachtung, dass mit jeder Oma, die stirbt, ein Nutzgarten verschwindet, gibt zu denken. Auch eine Rückbesinnung auf das, was der Mensch wirklich für ein zufriedenes Leben benötigt - und das ist bei ehrlichem Überdenken erstaunlich wenig – könnte aus utopischer Sicht mit den uns heute über die virtuellen Möglichkeiten zur Verfügung stehenden PR-Maßnahmen vorstellbar werden. Z.B.: >Einfach leben ist „in“<.

Kernige Gesundheit

Kernige Gesundheit
Bild: Pixabay/ExploreBob
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Nüsse, konkreter die in einer verholzten Ummantelung enthaltenen Nusskerne, enthalten das gesamte Material, das für das Wachstum der entsprechenden Pflanze notwendig ist. Da nimmt es nicht Wunder, dass im Samen dieser Nüsse eine Vielzahl an hochwertigen Vitalstoffen enthalten sind, z.B. reichlich Eiweiß. Hierbei sind Erdnüsse, Mandeln und Pistazien als besonders proteinreich einzustufen, weshalb diese Nuss-Sorten besonders für Vegetarier und Veganer, die keinerlei tierisches Eiweiß zu sich nehmen, von besonderem Interesse sein sollten. Acht bis zehn Prozent macht der Anteil an löslichen Ballaststoffen in Nüssen aus, was sich positiv auf die Besiedelung des Darmes mit „guten“ Bakterien auswirkt. Nüsse sind auch gehaltvolle Lieferanten der Vitamine B1 und Vitamin E, sowie der Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Zink.

Auch die sogenannten „sekundären Pflanzenstoffe“, denen man früher keine für den menschlichen Organismus bedeutsame Rolle zugeordnet hatte, sind aus heutiger Sicht sehr wohl für den Stoffwechsel der Menschen von Bedeutung: Die in Nüssen enthaltenen Phytosterine haben eine dem Cholesterin sehr ähnliche Molekülstruktur. Wenn nun reichlich Phytosterin im Darm anwesend ist, so hemmt dies die Resorption und Aufnahme von Cholesterin aus dem Nahrungsbrei im Darm. Dadurch gelangt weniger Cholesterin ins Blut (Verdrängungs-Mechanismus der Phytosterine in Konkurrenz zu Cholesterin). Somit wiederum kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert werden, indem ein niedrigerer LDL-Cholesterol-Spiegel („böses“ Cholesterin) die Gefahr von Ablagerungen an den Blutgefäßwänden mindert.

Schließlich kommt den in Nüssen enthaltenen Flavonoiden, OPC-Substanzen und Carotinoiden ein antioxidativer Effekt zu, wodurch besonders im Darm ein Schutz vor Krebsentstehung aufgebaut wird. Weitere entgiftende Effekte durch Nuss-Inhaltsstoffe sowie die sogenannte Apoptose, also die Anregung eines „Selbstmordes“ unguter Zellen, komplettieren die Anti-Krebswirkung. Auf die Signaturen-Lehre bezogen, die das Universalgenie Goethe bereits als Hinweis von Aussehen der pflanzlichen Morphologie im Bezug zum menschlichen Organismus gewertet hat, lassen Walnüsse unschwer Rückschlüsse auf das menschliche Gehirn zu. Prüft man nach, so stößt man auf ein „Aha“ bezüglich Omega-3-Fettsäuren, die im Gehirnstoffwechsel eine bedeutend positive Rolle spielen.

Beruhigend zu wissen, dass trotz eines gewissen Fettgehaltes Nüsse nicht dick machen, da Ballaststoffe und nicht quantitativ zu feinem Brei zerkaute Nuss-Stücke die Darmpassage beschleunigen und damit die Aufnahme kalorienträchtiger Inhaltsstoffe verringern. Also kann man mit Zuversicht dem vorgeschlagenen Verzehr von einer „handvoll“ Nüsse pro Tag folgen, ohne eine nennenswerte Gewichtszunahme befürchten zu müssen. Sollten geschälte Nüsse einen ranzigen Geschmack vermitteln, dann sofort ab in die grüne Tonne damit, da dann besonders bei Erdnüssen die Gefahr von Schimmelbildung mit erhöhter Bedrohung durch Aflatoxin-Bildung besteht, was wiederum die Krebsgefahr erhöht.

Innehalten

Innehalten
Bild: Pixabay, Ralf Kunze
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Vor was laufen wir nicht alles weg: vor Problemen, Anstrengungen, ungeliebten Anteilen in uns und in anderen. Ja sogar vor der Liebe, meinen Fähigkeiten, den positiven Umständen und etlichen weiteren guten Aspekten in meinem Leben versuche ich davon zu laufen. Warum sind wir bloß ständig auf der Flucht vor scheinbar unangenehmen und sogar angenehmen Dingen? Warum fühlen wir in uns ständig einen Mangel, obwohl wir in der Fülle leben? Es gibt offenbar eine Sehnsucht in uns, die uns ständig umtreibt. Dabei ist alles, was wir erwarten, wonach wir uns sehnen, bereits schon in uns vorhanden.

Indem ich immerzu auf der Flucht vor und der Suche nach allem möglichen bin, nehme ich nicht wahr, dass ich tief in mir eine Zufriedenheit trage, die durch die überlagernden Sorgen, Ängste und andere Kobolde nicht mehr wahrnehmbar ist. Wie bekomme ich nun diesen Pumuckl wieder in die Schublade? Das ist deshalb so schwierig, weil es so einfach ist: Still halten, akzeptieren und annehmen was ist – auch mein Unheil-Sein, meine körperlichen und seelischen Schmerzen , die zu lange Nase, das zu geringe Gehalt, meinen Jähzorn.

Im Innehalten sollte ich aber auch meine Talente würdigen, meine Sensibilität und Fähigkeit zum Mitgefühl. Vielleicht hat Gott diese Sehnsucht in uns eingepflanzt, damit wir nach mehr oder weniger langen Irrwegen uns seiner erinnern und dann fähig sind, vor der hausgemachten Suche nach Scheinbefriedigungen wie tolles Auto, Status und Beliebtheit zu kapitulieren.

Wenn wir in die Stille gehen und in uns hinein lauschen, dann ist da mit der Zeit nichts als reines Sein – es ist dann einfach so, wie es ist. Weiter nichts. Dann betreten wir einen Raum in uns, wo Wut, mangelndes Selbstbewusstsein und das Streben nach Höherem keine Macht mehr über uns haben. Dort heilen auch leidvolle Erfahrungen und das innere Chaos ordnet sich.

Innenschau am Anfang des Jahres 2021

Innenschau am Anfang des Jahres
(Bild: Photosforyou auf Pixabay)
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Ohne lebendige Kultur live und ohne Publikum
fühlt sich mein Inneres wie „geistiges Stromsparen“ an.
Ich vermisse mein jüngstes Baby „Kulturinitiative Seckmauern“.

Ich vermisse die vertrauten Gesichter,
die ich - durch Masken verhüllt  - frage „Wer bist Du?“
Kaum jemand zeigt, wie es ihm wirklich geht – „Alles easy“.

Dennoch, ich spüre: Angst kriecht wie eine Schlange in die hintersten Winkel.
Die Spinnen weben dazu ihre Prophezeiung ins Netz: „Das dauert noch lange!“
Unsere Freude wird rar.

Der Virus treibt uns vor sich her. Wo wird unsere Mitmenschlichkeit landen?
Wir ahnen die Entfremdung. Facebook ist kein Ersatz für leibliche Umarmung.
Nichts ist wie vor Corona-Zeiten. Die Politiker nennen es „Die neue Realität“.

Ich bin nicht einverstanden mit unserem „Pfeifen im Wald“.
Wie lange wollen wir den Verlust an Freiheit, gutbürgerlicher Existenz
und die fortschreitend gläsern-digitale Überwachung noch verdrängen?

Mich erschüttert die Einsicht, dass ich keinen Ausweg kenne.
Aber dann meldet sich das „Dennoch“, ein Hauch Vertrauen keimt in mir auf:
Herr erbarme Dich!

Unser „Ich“

Unser
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Frühestens ab anderthalb bis zwei Jahren benamen und empfinden wir uns selbst als „Ich“. Nur – was ist das eigentlich, dieses Ich, auch „Ego“ genannt. Vor dreißig Jahren ging die Wissenschaft noch davon aus, dass dieses Ich zu 60-70% durch unsere Gene festgezurrt sei. Heute weiß man, dass dieses Ich zu über Zweidrittel konditioniert, also von unserer Umwelt seit Geburt an geprägt wird. Dies geschieht einfach, ohne dass jemand dafür vorsätzlich Schuld oder einen positiv lobenswerten Einfluss hätte. Aber es macht in unserem Mensch-Sein und vor allem als Erwachsene unsere Einordnung und entsprechenden Handlungen dessen aus, wie wir uns im Leben an besagter Ich-Empfindung orientieren. Dieses vermeintlich objektiv gültige Ich ist jedoch nicht statisch fixiert. Es verändert sich ständig gemäß unserer wechselnden Wünsche, Erwartungen und Ideal-Vorstellungen von uns selbst. Vielleicht kann man das nochmals auf sich einwirken lassen – es gibt keine Konstanz dessen, was wir als unser Ich empfinden.

Ich werde mich bei einem Vorstellungs-Gespräch für einen Job auf die Frage, wer ich bin, anders darstellen, als wenn mich ein nettes Mädchen oder ein toller Mann das fragen würde. Unser Ich passt sich fast ständig den Sehnsüchten und Wünschen an, die uns gerade erstrebenswert erscheinen  und die uns glücklich machen sollen. So suche ich mir auch möglichst die Partner/innen aus, die den gerade vorherrschenden Bedürfnissen von mir nützlich sind. Das führt zu sehr eigennützigen Beziehungen. Wenn die Freundinnen oder Freunde mich nicht mit ihrer Unterstützung bedienen, so können sie mir den Buckel runter rutschen. Man kann also davon ausgehen, dass, wenn ich mein Ich als Berechtigung für meine Forderungen an die Welt deklariere, es zwar möglich sein kann, dass ich mich selbst behaupte, aber es wird dann immer jemand geben, der dafür zahlt. Wenn ich reich werde, so geht das nur, wenn andere ärmer dadurch werden. Wenn mein Ich mir einhämmert, dass ich immer Recht habe, so muss es Andere geben, die - aus meiner Sicht - Unrecht haben.

Besagte Gedanken über das „Ich“ lassen schließlich vermuten, dass, wenn wir unbewusst doch mal Zweifel an der Berechtigung unserer Ich-Forderungen bekommen, die totale Panik ausbricht und wir z.B. in Streitgesprächen aus dieser Angst heraus immer aggressiver auf Andere einwirken. Wenn wir wirklich ein unfehlbares Ich besäßen, so würde uns nämlich eine andere Meinung nicht dermaßen aus unserer Mitte bringen können. Ein friedensstiftendes Fazit wäre also, dass wir Beziehungen nicht als „Du da“ und „ich hier“ leben würden, sondern als sich gegenseitig bedingend und daher nicht wirklich als getrennt erkennen würden.

Alles auf Pump

Alles auf Pump
(Bild: Alexas Fotos auf Pixabay)
(Von Detlef Eichberg)

Im Laufe unseres Lebens auf Erden  
ist alles nur geliehen.
Oder nehmen wir das Haus, den SUV,  das Diplom
oder sonstigen Ruhm mit ins Jenseits?
Wer es anstrebt,
der/die Reichste auf dem Friedhof zu sein
wird sich einstmals ganz schön wundern.

Religionen

Religionen
Religionen sind verschiedenfarbige Fenster, durch die das immer selbig "Eine Licht" scheint.

Verletzungen und Demütigungen

Keine Verletzungen und Demütigungen
Bild: Pixabay
(Von Dr. Detlef Eichberg)  
In buddhistischen Kulturen ist es üblich, dass Kinder ab dem Schulalter für ein paar Jahre bis zum Beginn des Erwachsenwerdens in Klöstern unterrichtet werden. Sie erhalten dort auch die Wegweisung für ihr späteres Leben. Nun darf man jedoch nicht glauben, dass diese Zeit des Lernens und der Strukturierung  für das künftige Erwachsensein nur dem Rezitieren von Sutras, stundenlangem Meditieren und strengstem Gehorsam unterworfen ist. Die jungen Novizinnen und Novizen führen ein Kind- und Jugend-gemäßes Leben. Ja und dazu gehört neben Spiel und sportlicher Freizeitbetätigung auch das aneinander Reiben im Streit – und dies sogar manchmal mit körperlich aggressivem Schlagabtausch.  

Nun versammelte eines Tages der Abt eines solchen Klosters, das sich überwiegend mit der Schulung junger Menschen befasst, seine Schäflein um sich und fragte in die Runde, wer schon mal im Streit körperlich verletzt worden sei. Prompt gingen einige Hände hoch. Dann fragte der Abt, wer es denn schon einmal erlebt hätte, dass er sich durch Worte gedemütigt oder verletzt gefühlt hätte. Da gingen noch zahlreichere Hände nach oben als bei der ersten Frage. Schließlich fragte der Abt, ob jemand von den körperlichen Verletzungen noch etwas spüre. Einige wenige Rückmeldungen bejahten das. Dann fragte er, wer denn noch etwas von den innerlichen Verletzungen durch Demütigung mit Worten spüre. Und zum Erstaunen aller gingen zahlreiche Hände in die Höhe.  

Diese Geschichte verdeutlicht, wie stark wir in unserer Seele verletzbar sind. Natürlich können Raufereien mit tätlicher Gewalt recht schmerzhaft ausgehen. Allerdings sind diese körperlichen Schmerzen oft nach kurzer Zeit schon fast wieder vergessen. Aber der innere Schmerz, der uns durch Mobbing, übler Nachrede, Verachtung und Hass psychische Schmerzen zufügt, der begleitet uns noch sehr lange. Manchmal heilen die inneren Verletzungen nicht mal bis zum Lebensende. Also bitte darauf achten, dass wir anderen, auch nicht unbedacht, durch Tratschereien, Missachtung, Vorurteile, falsche Unterstellungen und vieles mehr keinen dauerhaft seelischen Schaden zufügen.

Bauch-Gefühle

Bauchgefühl
(Bild: Pixabay)
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Wer kennt sie nicht, die Begriffe „Bauch-Gefühl“ und „Bauch-Gehirn“. Beide
Metaphern deuten auf die Korrelation zwischen Verdauungstrakt und
Hirnaktivität hin.

Zum einen stellt das Nervengeflecht im Unterleib eins der sensibelsten
sensorischen Gefilde dar und reagiert auf kleinste emotionale Impulse. Daher
auch die Formulierungen im Volksmund „Das liegt mir schwer im Magen“,
„Aus Angst in die Hose machen“, „Schmetterlinge im Bauch“ usw. Unsere
Gefühle haben stets eine Auswirkung auf den gesamten Körper. Die Nerven des
Verdauungstraktes sind jedoch der Bereich, der uns am meisten in seiner
Wechselwirkung zwischen Emotionen und Körper-Reaktion bewusst wird.
Zum anderen weiß man mittlerweile, dass auch die über tausend verschiedenen
„guten“ Darmbakterien unsere Gefühle – ja sogar unser Denken beeinflussen
können. Diese Darm-Mikrobiotika haben Einfluss auf unser Gehirn und unsere
Psyche, indem diese guten Bakterien über die Freisetzung von Botenstoffen mit
dem Zentralnervensystem kommunizieren. Das ZNS seinerseits reagiert dann
wiederum mit einer Antwort in Richtung Verdauungstrakt – Gehirn und Darm
„unterhalten“ sich sozusagen.

Jeder Eingriff in die Darmflora, sei es Stress, probiotische Komponenten (z.B.
Lactobacillus-Keime), Darm-Infektionen, Antibiotika und Darm-Entzündungen,
wirkt sich unbewusst reaktiv auf unser Denken und Gefühle aus und kann über
Beeinflussung von Angst und gedanklichen Phantasien sogar Krankheiten wie
Depression, Fibromyalgie und Multiple Sklerose negativ verstärken. Und
brandneue Forschungsergebnisse deuten an, dass eine gesunde und vielfältige
Darmflora die beste Therapiegrundlage zur Behandlung von schwarzem
Hautkrebs, Nierenkrebs und eventuell noch weiterer Tumor-Varianten sein
kann. Aber vielleicht hat ja Ihr Bauch-Gefühl Ihnen bereits einen Hauch
Ahnung von alledem übermittelt.

Konkrete Maßnahmen zur Unterstützung einer gesunden Darm-Flora wären
eine Ballaststoff reiche Ernährung, weniger raffinierte Kohlenhydrate (Zucker,
Weißmehl), Alkohol in Maßen, frisches Sauerkraut, das rechtsdrehende
Milchsäure enthält, LC1-Yoghurts (z.B.Actimel) und Kombinationen diverser
Darmbakterien zum „Animpfen“ einer guten physiologischen Darm-Flora
(Symbioflor, Omniflora).

Meditation als ganzheitlicher Weg zu nachhaltiger Gesundheit

Meditation

(Von Dr. Detlef Eichberg)

New Yorker Kliniken investieren zweistellige Millionenbeträge, um Meditations-Programme im großen Stil aufzuziehen.  Brustchirurgin Freya Schnabel: „Ich weiß nicht, ob das Immunsystem von meditierenden Kranken günstig beeinflusst wird oder nicht. Der Punkt ist: Ich muss es gar nicht wissen. Denn ich sehe ja, wie viel besser es meinen Patienten geht.“

Im Gegensatz zu bekannten Entspannungstechniken wie progressiver Muskelentspannung und autogenem Training ist Meditation nicht nur entspannend und beruhigend, sondern  wirkt wesentlich tiefer und nachhaltiger. Messungen des Elektro-Encephalogrammes zeigen, dass die Hirnaktivität im Zustand der Meditation deutlich verändert ist: Wer sich in sein Innerstes versenkt, gerät in eine Art Zwischenwelt - in den Zustand zwischen Wachsein und Schlafen. Der Effekt: eine Phase höchster Konzentration und ein Gefühl von starker Energie. In dieser Situation werden vom Gehirn beruhigende Botenstoffe produziert, die Stress entgegen wirken und auch schmerzlindernd wirken. Dabei sind Kreativität und bildhafte Vorstellungskraft stark aktiviert.

Auf der körperlichen Ebene kann man bei der Kontemplation (gegenstandsfreie Meditation) folgende positive Effekte beobachten: Der Blutdruck und die Pulsfrequenz sinken deutlich, die Atmung verlangsamt sich und wird tiefer, im gesamten Organismus verbessert sich die Sauerstoffzufuhr. Meditierende entwickeln nur halb so oft eine Krebserkrankung wie Nicht-Meditierende. Bereits nach vier Wochen Meditations-Praxis schneiden Testpersonen bei Prüfungsfragen und Konzentrationsaufgaben um 40 Prozent besser ab als Nicht-Meditierende. Das Meditieren in der Natur - besonders im Wald - an Plätzen, die seit altersher als energetisch besonders positiv bewertet werden, hat nochmals einen zusätzlich heilenden Effekt auf Körper, Geist und Seele. Nur finde ich es über-flüssig, diese Jahrtausende alte Erfahrung der Menschheit, dass die Natur heilt und harmonisiert, als eine innovativ neue Erkenntnis in Form des „Waldbadens“ zu verkaufen.

Interview „Die Kartoffel in der Volksheilkunde“

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(Bild: Pixabay)
Interview (I) mit Detlef Eichberg (DE) zum Thema „Die Kartoffel in der Volksheilkunde“         
 I:  Welchen Stellenwert nimmt die Kartoffel Ihrer Meinung nach in kulinarischer Hinsicht und schließlich auch in der Heilkunde ein?

DE: Die Entdeckung der Kartoffel in den Hochländern Südamerikas durch den Eroberer Pizarro um das Jahr 1520 kann rückblickend als wahrer Segen und Bereicherung der Grundnahrungsmittel-Palette in Europa angesehen werden. Allerdings dauerte es noch gut 200 Jahre, bis Solanum tuberosum, so der wissenschaftliche Name der Kartoffel, als Nahrungs-Quelle und Vitamin-C-Lieferant gegen Skorbut (eine gefürchtete Mangelerkrankung bei Seefahrern) zum Einsatz gelangte. Zuvor führte das Nachtschattengewächs zu dramatischen Vergiftungen, da man statt der ungiftigen Knolle die überirdischen Kraut-Anteile mit ihrem Gehalt an toxischem Solanin verzehrte.

 I:  Landauf, landab ist die regionale Küche von Kartoffelgerichten geprägt, obwohl die Erdäpfel immer wieder als „Dickmacher“ verteufelt werden. Wie gesund ist die Kartoffel wirklich?

DE: Heutzutage kann man besonders in deutschen Landen die Kartoffel als Nahrungsmittel höchster Priorität bewerten – jeder Deutsche verzehrt im Durchschnitt 65 Kilogramm pro Jahr.
In Form gekochter Beilage, als Salat oder Püree liefert die Knolle bei 100 Gramm lediglich 70 Kilokalorien, kann also mitnichten als „Dickmacher“ angesehen werden. Bei Pommes frites, Chips oder Bratkartoffeln hingegen schlägt der hohe Fettanteil allerdings kalorisch zu Buche.
 Bei alledem enthält besagtes Nahrungsmittel wertvolle Bestandteile wie Stärke als Energiespender, Eiweiß und Aminosäuren für Muskelaufbau und Organe, sowie etliche Vitamine und Mineralstoffe, die das körperliche und geistige Wohlbefinden fördern.

 I:  In welchen Bereichen sagt man der Kartoffel vor allen Dingen Heilwirkung nach?

DE: Außer ihrer geschmacklichen Beliebtheit und ernährungsphysiologischen Vorteilen gilt die Kartoffel als probates Heilmittel in der Volksmedizin: Mit Schale gerieben und mit etwas Milch oder Kokosöl zu einem streichfähigen Brei verrührt, entfaltet die Kartoffel als Auflage einen lindernden Effekt bei rheumatischen Entzündungs-Schüben, Verstauchungen oder auch Mückenstichen. Der besonders in den Schalen vorkommende Wirkstoff Quercetin ist hierbei für die entzündungshemmende Eigenschaft verantwortlich. Zudem wird die kühlende Wirkung  als angenehm empfunden. Als dick geschnittene Scheiben auf die Stirn gelegt, wirkt die Kartoffel lindernd bei Kopfschmerzen. Darüber hinaus soll z. B. die Inhalation der Dämpfe gekochter Schalen bei Stirnhöhlenentzündung oder das Aufstreichen von rohem Kartoffelbrei auf die betroffenen Stellen bei Hautproblemen helfen.

 I:  Die Kartoffel wird also rein äußerlich zur Gesundung eingesetzt?

DE: Ja und nein, die Kartoffel lässt sich sehr vielseitig einsetzen. Sicherlich gibt es in fast jeder Familie noch ein altes Hausrezept, in dem die Kartoffel als Heilmittel eingesetzt wird – beispielsweise der klassische Kartoffelwickel gegen Halsschmerzen. Wissenschaftlich belegt ist auf jeden Fall, dass die „tollen Knollen“ aufgrund ihrer Säure-bindenden Eigenschaften eine Wohltat bei Sodbrennen und Magenschleimhaut-Entzündungen sind. Die basischen Eigenschaften von Kartoffelsaft kann man sogar mit einem kleinen Versuch im Labor beweisen: Der durch Entsaften oder Auspressen geriebener Kartoffeln gewonnene Saft wird in einem Glas mit etwas Wasser verdünnt und ein Säure-empfindlicher Indikator hinzu gegeben.
In ein weiteres Glas füllt man nur Wasser mit ein paar Tropfen dieses Phenolphthalein- Indikators. Gibt man nun eine kleine Menge Salzsäure in das Wasser ohne Kartoffelsaft, so färbt sich die Lösung schlagartig rot – ein Hinweis, dass die Lösung „sauer“ ist. Verfährt man dann gleichermaßen mit dem Kartoffelsaft und tropft Säure hinzu, so ändert sich die Farbe nicht, da die basische Eigenschaft der Kartoffel die Säure neutralisiert.

I:  Sie können die Kartoffel also zu Genuss- und Heilungszwecken bedenkenlos empfehlen?

DE: Absolut. Solanum tuberosum stellt viel mehr als ein Grundnahrungsmittel dar und nimmt einen  wichtigen Platz in der Volksheilkunde ein.

Arbeits-Rhythmus

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Bild: Asik/Pxabay
(Von Dr. Detlef Eichberg)

Ich finde, ab und zu faul sein ist besser, als sich ständig müde durch´s Leben zu quälen. Ein wohl dosierter Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung könnte meiner Meinung nach eine stimmige Einstellung für eine gesunde Lebensführung sein. Das hatte auch ein Therapeut sicher gemeint, als er die Hand zur Faust ballte und sagte „Das ist nicht das Herz“, sodann die Faust öffnete, die Finger abspreizte und wieder meinte „Und das ist auch nicht Euer Herz“, um dann schließlich abwechselnd rhythmisch die Hand zur Faust ballend und anschließend wieder mit ausgestreckten Fingern öffnend zu rufen „Das ist Euer Herz!“ - eben ein Wechsel zwischen tätigem Pumpen und erholsamem Entspannen.

Fleißig sein war in früheren Zeiten mit Sicherheit überlebensnotwendig. Allerdings waren es vornehmlich körperliche Arbeiten, die zum Lebensunterhalt beitrugen. Danach gab es nach Feierabend eine wohlige Müdigkeit, mit der man in guter Gesellschaft oder auch für sich Zeitung oder Bücher las, einen kleinen Dämmerschoppen petzte, oder mit anderweitig entspannender Beschäftigung nach getaner Arbeit „den Abend feierte“, um sich somit die beste Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf zu schaffen. Heutzutage laufen wir indes Gefahr, die mental erschöpfende digitale Arbeits-Tätigkeit in unserer Freizeit noch mit zusätzlicher Reizüberflutung aus dem Internet, dem Smartphone und durch Soziale Medien (die alles andere als „sozial“ sind) zu besudeln. Das kann auf Dauer nicht gesund sein. Über das vegetative Nervensystem kommt das Herz-Kreislauf-System aus dem Takt, die Verdauung, die eh durch Fastfood und Co. aus dem Lot geraten ist, läuft noch mehr aus dem Ruder, das Immunsystem rutscht in den Keller, wir haben Ein-und Durchschlaf-Probleme und wir neigen vermehrt zu Depressionen und Burnout.

Glücklicherweise haben doch einige erkannt, dass ein Schutz vor übermäßig ungesunder Kopf-Vermüllung Not tut und widmen sich in der Freizeit der Bewegung an frischer Luft, besuchen Yoga - und Entspannungskurse, pflegen IT-freie Hobbys und unterhalten beständige Freundschaften. Oder, was man sich auch zum Abschalten erlauben dürfen sollte: Manche sind ab und zu ein wenig „faul“.

Yoda Eichberg

Yoda Eichberg

                                                          "Dackelbauch streicheln, Du musst."

Mein Einverstandensein mit dem was ist befreit mich von Mangel.

(Von Detlef Eichberg)

Hierzu bedarf es zunächst einer Erläuterung. Wir erleben seit Anbeginn unseres menschlichen Daseins schon gleich nach der Geburt, dass uns etwas fehlt: Nahrung, Wärme, Selbständigkeit. Wir sind zunächst noch nicht einmal imstande, uns eigenständig von der Bauchlage auf den Rücken umzudrehen. Im Prinzip, wenn man es mal mit der Geburt von Tieren vergleicht, werden wir einige Monate zu früh geboren. Viele Neugeborene Tier-Babys können nach wenigen Minuten selbständig auf den Beinen stehen. Hier handelt es sich jetzt bei den erwähnten Umständen in unserem menschlichen Leben um die Zeit der Symbiose mit der Mutter und anderen Familienmitgliedern, die zwingend notwendige Mängel wie Hunger, Durst und Liebe kompensieren muss.

Wenn wir dann in unserer Bewusstwerdung heranreifen, nehmen wir andere Mängel wahr: Die anderen Kinder haben vielleicht mehr Spielzeug als wir, bekommen mehr Leckereien, erfahren eventuell mehr Zuneigung als wir. Später spüren wir mitunter in der Schule, dass andere Schüler von manchen Lehrern bevorzugt werden, es gibt bei den anderen vielleicht mehr Freiheiten seitens dessen, was von zuhause aus erlaubt
ist . Schließlich bekommen unsere Altersgenossinnen und Genossen mit 18 Jahren den Führerschein und sogar ein Auto finanziert. Die anderen haben vielleicht bereits tolle Partnerschaften, während wir uns als einsam empfinden. Dann vergleichen wir uns im Erwachsenwerden mit dem beruflichen Status der anderen, mit deren Beliebtheit, ihrem Besitztum und vermeintlicher Zufriedenheit. Wir stellen da dann seltsamerweise mehr fest, was uns anscheinend alles fehlt, anstatt auch die andere Seite der Medaille in unserem Leben zu betrachten – wir haben zu Essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf, es herrscht kein Krieg in unserem Land usw.

Die Inventur unserer subjektiv empfundenen Defizite kann sich lustiger Weise soweit verselbständigen, dass manche sogar ein Problem mit dem Wetter haben. Hierbei meine ich nicht Trockenheit, Dürre und Überschwemmungen, sondern die Einstellung „Immer, wenn ich mal wandern will, regnet´s!“. Und da setzt die oben zitierte Aussage an. Wenn ich die bekannte Einstellung „Es gibt kein schlechtes Wetter beim Wandern, nur schlechte Kleidung“ verinnerliche, so bin ich erst mal einverstanden, dass es jetzt regnet. Und schon öffnen sich Bereiche in mir, die den scheinbaren Mangel an sonnigem Wetter kompensieren. Wir können anfangen zu üben, mit dem was ist einverstanden zu sein, damit wir nicht hausgemacht unter Mängel leiden. Das ist allerdings leicht gesagt. Wir werden immer unter Verlusten lieber Menschen, Arbeitsverlust, Krankheit, materieller Existenzgefährdung und vielem mehr zu leiden haben. Dennoch würde es sich lohnen mal zu spüren, ob ich nicht ein „Dennoch“ dem Mangel entgegen zu setzen vermag. Mal mit viel Augenzwinkern und nicht ganz ernst humorvoll ausgedrückt: „Keine Vorliebe, keine Abneigung - dann bist Du Chef von allem“.
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Spiritualität als Lebensqualität

Am 11. Februar 2003 sprach der Benediktiner und Zen-Meister Willigis Jäger auf einer "Fortbildungsveranstaltung der etwas anderen Art" in Darmstadt vor über 400 Zuhörern über "Spiritualität als Lebensqualität".
Wie Dr. Detlef Eichberg, Zweigstellenleiter der Landesapothekerkammer Hessen in Darmstadt, in seiner Einführung sagte, sei es das Gebot der Stunde, sich auch über den "pharmazeutischen Tellerrand" hinaus Impulsen zu öffnen, die nicht nur "Kochrezepte" wie Marketing-Strategien anbieten, sondern die Ganzheit des Menschen im Focus haben.

Die Welt ist transrational
Der mit achtundsiebzig Jahren noch ausgesprochen jugendlich wirkende Willigis Jäger stieg mit einer immer wieder von suchenden Menschen gestellten Frage in seinen Vortrag ein, nämlich der Frage nach dem "Sinn des Lebens". In der Philosophie und Theologie werde zwar versucht, darauf Antwort zu geben, es stehen aber immer rationale Aspekte dabei im Vordergrund. Der Erfahrung weiser Menschen nach sei jedoch der Sinn des Lebens kein rationaler Sinn. Die Welt sei arational bzw. transrational organisiert. Durch die modernen Naturwissenschaften werde dies in immer umfassenderer Weise bestätigt.

Jäger zitierte Aussagen von bahnbrechenden Forschern und Nobelpreisträgern, so zum Beispiel Max Planck, der sagte: "Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte. Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms: Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie." Hier knüpfen die morphogenetischen Felder des Zellbiologen Rupert Sheldrake an, die aus dem feinstofflichen Bereich heraus nach Jäger die Entwicklungen in der Welt mehr beeinflussen als Kriege und Revolutionen. Der Nobelpreisträger Gary Zukav sei sicher, dass im Vorlesungsverzeichnis der Physik des 21. Jahrhunderts auch Vorlesungen über Meditation angeboten werden.

Durch spirituelle Erfahrung der Menschheit nützen
Dieses Weltbild der modernen Naturwissenschaft entspreche den spirituellen Erfahrungen der Mystik, so Jäger. Mystik begnüge sich nicht mit einem "gedachten Glauben", sondern suche in einer Art "experimenteller Gotteserfahrung" (z. B. Kontemplation) die Bestätigung der Transrationalität der Wirklichkeit. Mystik führe zu der Erfahrung: "Ich bin göttliches Leben, in mir inkarniert sich Gott." Gott werde als Offenbarung des evolutionären Geschehens "geschaut".
Die konzentrierte, gebannte Stille im Saal ließ keinen Zweifel an der charismatischen Ausstrahlung Jägers, als er versicherte: "Wer eine spirituelle Erfahrung gemacht hat, kann in der Erkenntnis, dass er selbst Vollzug des göttlichen Lebens ist, nicht mehr unethisch handeln. Ein erleuchteter Mensch ist von Liebe durchdrungen und von jeglicher Egozentrik befreit." Die Mystik sei dabei nichts "Abgehobenes", sondern habe mit Alltag zu tun, in dem die Früchte der spirituellen Erfahrung der gesamten Menschheit zugute kommen.

Am Ende der über zweistündigen Veranstaltung hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Keine Proteste – obwohl Jäger dazu ermuntert hatte. Die Rückmeldungen aus dem kollegialen Bereich bewegten sich von Dankbarkeit und Betroffensein bis hin zu der Überzeugung, dass durch die Einladung von Gästen eine effektive PR-Arbeit in der nicht pharmazeutischen Öffentlichkeit geleistet wurde. So lobten die Mitglieder einer Hospiz-Bewegung diese Initiative der Landesapothekerkammer Hessen.
(Quelle: Deutsche Apother Zeitung DAZ 2003, Nr. 9, S. 66)


„Wenn wir sterben, geht keine Tür zu. Da geht ein Tor auf!“ Willigis Jäger
Willigis Jäger
Bild: Wikipedia

Es läuft!

Nachdem ich zunächst eine Woche der Umgewöhnung und Neuausrichtung in meinem beruflichen Alters-Domizil absolvierte, so habe ich jetzt mein Senioren-Büro soweit „eingebetet“, als dass ich nach mittlerweile einigen intensiven Gesprächen für künftige ganzheitliche Beratung gut aufgestellt bin. Das Spektrum der in Frage kommenden Unterstützungen bewegt sich von der Moderation bezüglich weiter führender Adressen bis hin zu Ansätzen meinerseits, die mittels Tiefenentspannung mit positiven Suggestionen mental festigen und einen stabilisierenden Einfluss auf sowohl der seelischen Ebene, als auch auf die körperlichen Bereiche ausüben.

Termine für meinen „Büro-Beichtstuhl“ bitte über
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Kleines Späss´le in ernsten Zeiten

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(Erzählt von Detlef Eichberg)

Auf der letzten Seniorenfahrt der Gemeinde kommt immer wieder ne Oma vor zum Busfahrer und gibt ihm eine Handvoll Haselnüsse. Beim dritten Mal fragt der Fahrer „Haben Sie immer so viel Nüsse dabei?“. Antwortet die Oma „Nee, wir nehmen immer Ferrero Küsschen mit. Aber mer könne die Nüss nemmer so beiße“.

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Das neue Gesicht des Gesundheits-Rathauses

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Anwesen Dr. Detlef Eichberg

Dr. Detlef Eichberg, Apotheke Lützelbach
Nach 30 Jahren hat sich die Einwohnerschaft unseres Anwesens um vier Nasen reduziert. Das versetzt mich als Zurückgebliebenen in den Bonus, alleinig den gesamten Süd-Flügel (rechts ab halber Höhe) zu bewohnen.

Mathias Eichberg hat einen unangemeldeten Beratungs-Test mit Bravour bestanden!

Beratungs-Test mit Bravour bestanden
Mathias Eichberg
Ohne zu wissen, dass ein Testkäufer vor ihm steht, hat Mathias Eichberg einen anonymen Test der Landesapothekerkammer Hessen mit Bewertung von Freundlichkeit, Verständlichkeit der Beratung, Information zu Neben- und Wechselwirkungen, Auswahl der Selbstmedikation u.v.m. mit dem Ergebnis „sehr gut“ absolviert.

Herzlichen Glückwunsch!




 

unverzichtbar

 

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Jetzt wisst ihr auch, wo das Herrchen Detlef 
   seine seltsamen Sprüche her hat...

 

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Die Weisheit in meinem Leben besteht nicht in der Zunahme an Erkenntnis, sondern in der Abnahme meiner Fragen.

(Detlef Eichberg)

 

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Ätsch!

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von Dr. Detlef Eichberg

Zum Blatte sprach der Herbst: „Du sterbst.“

Drauf meint das Blatt zum Herbst: Bevor Du meine Farben erbst,
lass´ ich lieber los – steht auch mein Papa nackt und bloß.
Im Frühling wird er neue Blätter treiben.“

So kann der Baum auf ewig bleiben.
Wenn Windräder ihn nicht vertreiben…

Manchmal

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von Dr. detlef Eichberg

Manchmal, wenn die grauen Nebel der globalen Katastrophen
mich umwabern,

Manchmal, wenn ich mein Misstrauen gegenüber politischer
Verantwortlichkeit nicht unterdrücken kann,

Manchmal, wenn ich menschlicher Verrohung, Egozentrik und
Konsum-Trunkenheit begegne,

Manchmal, wenn Ohnmacht, Wut und Trauer mich bereits beim
Aufwachen ereilen,

Dann, ja dann - möchte ich manchmal kein Mensch sein.

Dann, ja dann - behalte ich manchmal meine Mensch-Werdung
dennoch im Auge.

Und manchmal, wenn ich es nicht mehr erwarte, lodert Frieden
auf
– und ich bin gerne Mensch.

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Wir sind
kompetent
Wir sind
günstig
Wir sind
nett



Wir sind
ehrlich
Wir sind
schnell
Wir sind
von hier


Wir sind
einfach unverzichtbar!

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Der Du LICHT heißt
und wachsende Erkenntnis bist,
schaffe den Nebel hinaus,
der unseren Blick verdunkelt.
Gib uns den Mut, weiter tastend
und prüfend zu suchen.

Keinen geraden Weg verlangen wir.
Nur Dieses:
Die Spur nicht zu verlieren
im Wirrwarr des täglichen Lebens.

(Detlef Eichberg)